APHTEN

Defekte der Mundschleimhaut

Aphthen sind hochrote, bis zu einem Zentimeter große Defekte der Mundschleimhaut. Meist sind sie an der Innenseite der Wangen gelegen, sie können aber auch auf der Zunge, am Gaumen und am Zahnfleisch vorkommen. Die geröteten Stellen sind oft mit einer weißlich gelben Flüssigkeit bedeckt. Erstmals betroffen sind meist Kinder, die Krankheit neigt aber dazu, während des ganzen Lebens immer wieder aufzutreten.

Ursachen
Die Ursachen sind weitgehend unbekannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine umschriebene Fehlregulation der Blutgefäße durch die Nerven, was zu einer Mangelversorgung des betroffenen Gebietes führt. Viren werden ebenfalls als Auslöser der Schleimhautreizungen diskutiert; diese Theorie ist aber nicht bewiesen. Oft treten sie in besonderen Lebenssituationen wie Krankheit oder starker psychischer Belastung auf.
Grundsätzlich ist keine Behandlung nötig. Sind die Schmerzen zu arg, kommt das Betupfen mit Lokalanästhetika in Frage oder schmerzstillende Lutschtabletten.

Behandlung
Die Aphthen gehen normalerweise ohne weiteres Zutun nach ein paar Tagen bis wenigen Wochen von alleine zurück. Meist besteht eine Neigung dazu, Aphthen immer wieder zu entwickeln. Die Beschwerden können dann in unregelmäßigen Abständen immer wieder auftreten.
Behandlung mit pflanzlichen Wirkstoffen
Einige Pflanzen wirken schwach antientzündlich. Als Tee oder Gurgellösung können sie den Heilungsprozess unterstützen.
Eibischblätter und Wurzeln: Wirken als Tee oder Gurgellösung reizmildernd.
Hamamelisrinde: Lose oder als Hamamelisrinden-Wasser: Wirken schwach entzündungshemmend.
Weitere pflanzliche Heilmittel, die als Mundspülung positiven Effekt haben können sind: Minzöl, Myrrhe, Ratanhiawurzel, Salbeiblätter, Spitzwegerichkraut, Tormentillwurzel und weiße Taubnesselblüten